NABU - Ortsgruppe Ditzingen

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Nächste Veranstaltung:

Familienführung am Eulenberg
Ornithologische Führung für Familien mit Kindern.
Mit Johannes Völlm beobachten wir Vögel im Wald wie Spechte,
Hohltauben sowie Wintergäste und erste Frühheimkehrer.
Sie sind jetzt gut zu beobachten, weil die Bäume noch nicht
belaubt sind. Dauer ca. 2 h. Für Kinderwagen nicht geeignet.

Termin: Samstag, 16. März, 8:30 Uhr
Treffpunkt: Bolzplatz Waldstraße Schöckingen


Rückblick auf das Jahr 2018

Schwalben-Zählung:

Im Herst sind unsere Schwalben wieder in ihre Winterquartiere abgereist,
nachdem sie 2018 viele Junge in den Nestern großgefüttert haben.
Wir vom NABU Ditzingen haben 2018 wieder eine Bestandserhebung der Schwalbenbruten
durchgeführt, um sie mit den vom NABU Ditzingen vor 30 Jahren gesammelten Daten zu vergleichen.
Viele Informationen haben wir schon bekommen, aber das Gesamtbild ist noch nicht vollständig.
Im Rahmen der bundesweiten NABU-Initiative schwalbenfreundliches Haus haben wir auch
7 Häuser mit vielen Schwalbennestern mit einer Plakette und Urkunde ausgezeichnet.
Diese Auszeichnungen haben wir auch im Ditzinger Anzeiger veröffentlicht.
Die Schwalben-Aktion werden wir auch im Jahr 2019 fortsetzen sobald die Schwalben wieder
zurückgekehrt sind.
Sie sind dann auch wieder herzlich eingeladen, sich für die Auszeichnung zu bewerben
oder ein ihnen bekanntes Haus oder einen Stall vorzuschlagen, wo viele Nester besetzt sind.


Unser Ausflug nach Überlingen am 13. Mai 2018:
























Unser Jahresausflug mit der Bahn zum Bodensee war trotz der schlechten Wettervorhersage von
der Sonne verwöhnt.
Schon auf der Fahrt durch Oberschwaben konnten wir aus den oberen Fenstern des Doppelstockwagens
Störche auf der Wiese sehen. Nachher beim frühen Mittagessen schwammen vor der Strandpromenade zur
Freude unserer Jugend Stockenten mit kleinen Kücken, Bläßhühner, ein Haubentaucher und
sogar ein farbenprächtiger Kolbenenten-Erpel.
Die anschließende Führung durch das Gelände der Landesgartenschau 2020 war sehr beeindruckend:
nach Entfernung einer 6 Meter hohen Betonmauer ist bereits ein natütlich wirkendes Ufergelände
in mehreren Terassen zu erkennen.
Besonderer Höhepunkt des Nachmittags waren dann zwei junge Uhus, die zur Zeit am Stadtgraben
in in einer Felsnische sitzend gut zu beobachten sind.
Und natürlich der Ausblick über die Stadt und den See!
Ein Lob für Helmut Kulzer, der diesen schönen Ausflug organisiert hat!


Rückblick auf die Brutsaison 2018

Bei den Steinkäuzen gab es 2018 in den von uns betreuten 70 Brutröhren
nach dem sehr guten Bruterfolg von 2017 mit 64 Jungvögeln wieder ein eher mittleres Brutergebnis:
von 24 Brutpaaren wurden insgesamt 48 Jungvögel aufgezogen.
Große Begeisterung herrschte wieder bei den Familien mit Kindern und Eulenfreunden, die im Schellweg
bei Hirschlanden wie in den Vorjahren bei der Beringung von jungen Steinkäuzen zuschauen durften.
Bei der Steinkauzberingung arbeiten wir seit 30 Jahren mit Herbert Keil zusammen, der die
Forschungsgemeinschaft für bedrohte Eulen FOGE E.v.leitet.


Die große Überraschung dieser Saison war, dass im Steinruch Rombold ein Uhu-Paar 2 Junge aufgezogen hat.
Sie konnten wie unsere jungen Steinkäuze von Herbert Keil beringt werden.

Auch die Wanderfalken in Ditzingen haben 2018 wieder 2 Jungvögel großgezogen,
die von der AG Wanderfalkenschutz beringt werden konnten.

In den vielen von uns angebrachten Turmfalken-Nistkästen wurde wieder eifrig gebrütet.

Die Mehlschwalben waren 2018 auch wieder eifrig, an unserem Haus in Schöckingen zum Beispiel
waren wieder 6 von 8 Kunstnestern belegt, in zweien gab es auch eine zweite Brut.
Auch in Ditzingen waren die eifrigen Mückenjäger an Häusern am Beutenbach und in den 2010 nach
der Baugrubenüberschwemmung in der Marktstraße neu gebauten Naturnestern wieder eifrig am Brüten.


Vogel des Jahres 2019: Die Feldlerche

Klangkulisse unserer Agrarlandschaft: Die Feldlerche macht sich akustisch deutlich bemerkbar.
Typisch ist ihr Singflug, bei dem sie hoch in die Lüfte steigt, dort verharrt und trillernde,
zirpende und rollende Laute vorträgt.
Ansonsen ist sie eine Tarnungskünstlerin: Mit einer Körperlänge von nur 16 bis 18 Zentimetern
und der beige bis rötlich-braunen Gefiederfärbung ist sie in ihrem bevorzugten Umfeld,
dem Ackerboden, fast nicht zu sehen.
Ihrem Namen entsprechend bevorzugt die Feldlerche die offene Weite. Sie sucht sich ebene
Landschaften oder flache und sanft geschwungene Hügel, während sie steile Hanglagen meidet.
Auch von Waldrändern oder Hecken hält sie einen gewissen Mindestabstand.
Der optimale Neststandort für die Bodenbrüterin ist bewachsen und nicht zu dicht bedeckt ?
beste Voraussetzungen auch für den Nachwuchs, der an den 30 Tagen bis zur Selbständigkeit
im geschützten Umfeld Flugversuche und Jagdübungen unternimmt.
Doch genau diese geschützten Lebensräume sind auf unserem Acker- und Grünland immer seltener
zu finden. Intensivkulturen mit Mais und Raps, fehlende Brachflächen, Unmengen an Gülle
und Pestiziden haben die Landschaft verändert und Feldvögeln zunehmend den Lebensraum genommen.
Mit zwischen 1,3 und 2 Millionen Revieren gehört die Feldlerche zwar immer noch zu den
häufigen Vögeln Deutschlands. Allerdings befinden sich ihre Bestände in einem deutlichen Sinkflug.
Ein Drittel der Feldlerchen sind in den vergangenen 25 Jahren verschwunden.
Aus vielen Gebieten Deutschlands wurde die Feldlerche bereits völlig verdrängt.



Bilder: NABU/M.Delpho